BURMA * Geschichte
Kurzer geschichtlicher Hintergrund
Die Grenzen des heutigen Burma wurden im Panglong-Vertrag
von 1947 festgelegt.
Burma heute umfaßt Gebiete ehemaliger englischer Kolonien sowie
die bergigen Grenzgebiete, in denen man die Briten heute noch als „Befreier“
sieht (speziell Karen, Karenni und Shan State).
Der „Architekt“ des neuen Staates war Aung San, Vater von
Aung San Suu Kyi, die 1991 den Friedensnobelpreis erhielt. Aung Sans Vision
einer Föderation von 7 Staaten und 7 Divisionen, die gemeinsam und
gleichberechtigt an der Entwicklung des Landes beteiligt sein sollten,
wurde jedoch nie ganz umgesetzt: Aung San wurde noch vor der Unterzeichnung
ermordet. Einige der Grenzstaaten wurden nicht davon in Kenntnis gesetzt,
unterstützten aber dennoch in der Folge die neue Regierung, da man
das Recht auf Sezession nach 10 Jahren im Vertrag festgehalten hatte.
Die heutigen Grenzen des Landes
wurden teilweise ohne Befragung der Bevölkerung und der Führer
einiger bis dahin unabhängiger Staaten festgelegt. Einige der Grenzstaaten
wurden nicht davon in Kenntnis gesetzt, unterstützten aber in der
Folge dennoch die neue Regierung, da man das Recht auf Sezession nach
10 Jahren im Vertrag festgehalten hatte. 1962 übernimmt das Militär
unter der Führung von General Ne Win die Führung des Landes
und setzt das Panglong-Agreement außer Kraft.
Ein wunderschönes Land voller Gegensätze
Burma grenzt an Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesh. Mit seinen
50 Mio. Einwohnern bildet es einen der größten Vielvölkerstaaten
dieser Erde. 60% der Bevölkerung zählen zum Volk der Burmanen,
die in den fruchtbaren Ebenen des Landes leben. Zu den anderen 40% zählen
Mon, Karen, Karenni, Shan, Kachin, Chin und Rohingyias. Sie bilden die
unterdrückte „Minderheit“ in Burma.
Seit 1962 liegt Burma unter dem schweren Siegel einer Militärdiktatur.
BURMA * Geschichte |


|